An was muss noch alles gedacht werden?

Leitungsteam

Das Leitungsteam mag euch selbstverständlich erscheinen, aber das ist es nicht. Dabei ist es wichtig, wie sich das Leitungsteam zusammensetzt.

Idealerweise sollte das Leitungsteam

…… sich gut verstehen und aufeinander vertrauen können.

… offen und sensibel für Gruppenprozesse und kulturellen Austausch sein.

… die Gruppenbedürfnisse abdecken (als Bezugsperson).

… jemanden beinhalten, der die Gruppe kennt.

… jemanden beinhalten, der organisieren kann, der kommunizieren und motivieren kann, der ausgleichen und vermitteln kann, der den Finanzüberblick behalten kann und so weiter (ausgewogenes Leitungsteam)

… jemanden beinhalten, der schon Erfahrung mit Gruppenreisen hat.

… jemanden beinhalten, der schon Auslandserfahrung hat.

… jemanden beinhalten, der schon im Heiligen Land war.

… jemanden beinhalten, der die abgeschlossene Leiterausbildung (WBK) hat und auch schon eine Ausbildung für internationale Begegnungen besucht hat.

Auch die Teamgröße ist entscheidend und natürlich auch stark von der Gruppe abhängig. Bei Auslandsreisen mit einer „fremden“ Gruppe werden mehr Reiseleiter/innen benötigt als bei einer kleinen Tour mit der eigenen Gruppe in der Region.

Wir empfehlen bei Auslandsreisen generell eine geringere Leitungsspanne: Grob würden wir ein Verhältnis von Reiseteilnehmern/innen und Leitungsteam von 7 : 1 bis 10 : 1 sehen, jedoch mindestens 2 Leitungskräfte.

Als Reisegruppe vor der Reise

  • Habt Ihr eine Auslandsreisekrankenversicherung abgeschlossen?
  • Ist Euer Reisepass noch gültig? Mindestens ein halbes Jahr!
  • Visum: Nach Israel und Jordanien benötigt Ihr ein Visum. Bei beiden Ländern bekommt Ihr es direkt am Flughafen (in Jordanien müsst Ihr dafür zahlen). Plant Ihr zwischen den Ländern zu reisen, kann es sein, dass Ihr sicherheitshalber im Vorfeld (also noch in Deutschland) ein Visum beantragen solltet. Informationen dazu gibt es auf den Seiten des Auswärtigen Amtes (hier gibt es auch Informationen zur aktuellen Reisesicherheit) und der Israelischen, sowie Jordanischen Botschaft in Berlin. Keine Angst vor einem Anruf, man spricht dort Deutsch.

Israel: Reise- und Sicherheitshinweise

Jordanien: Reise- und Sicherheitshinweise

Palästinensische Gebiete: Reise- und Sicherheitshinweise

Vor Ort

  • Einreise (Flughafen / Kontrolle): Für die Reise als Gruppe kann es hilfreich sein in Kluft anzureisen, so findet Ihr Euch am besten. Ebenfalls hilfreich kann es sein, eine offizielle schriftliche Einladung Eurer (israelischen) Partnergruppe parat zu haben, falls bei der Einreisekontrolle Fragen auftauchen (eine Kluft wirkt unter Umständen militant). Bei der Einreise und insbesondere der Ausreise kann es zudem passieren, dass Ihr noch einige weitere Fragen beantworten müsst, mal von einem freundlichen Sicherheitspersonal, mal von einem weniger freundlichen. Lasst Euch nicht verunsichern und bleibt ehrlich. Witzeleien sind hier weniger angebracht! Zudem reagieren die Israelis manchmal ein bisschen empfindlich gegenüber arabischen Schriftzeichen und die Jordanisches auch etwas gegenüber den hebräischen. Achtet daher ein bisschen darauf, diese nicht auf der Kluft oder auf T-Shirts etc. zu tragen und verstaut sie gut im Gepäck.
    Jungs aufgepasst: Achtet auf eine gute Bartpflege, ansonsten kann es passieren, dass Ihr einige Fragen beantworten müsst. Auch wenn Reisende von längeren und ausgiebigen Kontrollen erzählen, lasst Euch nicht verunsichern, man ist eben gründlich und will Euch aber auch wieder los werden.
  • Geschlechtertrennung Hotel/Unterkunft: Männlein und Weiblein werden in der Regel bei der Belegung getrennt. In touristisch gut erschlossenen Gegenden ist das weniger ein Problem.
  • Pfadfinder genießen in diesen Ländern ansehen, ein Halstuch in der Öffentlichkeit zu tragen, kann daher nicht verkehrt sein. So erkennen Euch auch andere Pfadis. Allerdings achtet darauf, dass Ihr es wie ein Pfadi tragt und nicht wie Pilger.
  • Sicherheit: Generell, wenn Ihr als Gruppe unterwegs seid: Das Reisen ist relativ sicher. Dennoch eine Gruppe ist manchmal ein bisschen schwerfällig und träge, wenn es um das Fortbewegen geht. Daher sollte jeder und jede wachsam unterwegs sein. Auch wenn es relativ sicher ist, beobachtet, was um Euch herum passiert. Die Einheimischen sind es gewohnt unter einer erhöhten Sicherheitslage zu leben.
  • Für Vegetarier: Ihr seid zum Essen eingeladen und habt die Befürchtung, Fleisch essen zu müssen? Müsst Ihr nicht, sofern Ihr es aussprecht und auch sagt, was Ihr esst und was nicht. Viele haben Verständnis für Allergien und Vegetarier. Allerdings wird unter Vegetarier oftmals Veganer verstanden. Also einfach erklären, Eier und Milch sind ok, aber kein Fleisch. Die arabische Küche hat sehr viel für Vegetarier zu bieten, daher müsst Ihr Euch keine Sorgen machen, dass Ihr verhungern könntet.
    Als Veganer müsst ihr das natürlich auch entsprechend klarstellen.
  • Toiletten: In den meisten Regionen sind die Abflussrohre relativ dünn und neigen daher zu Verstopfungen. Für den Fall stehen extra Eimer neben der Kloschüssel, in die das Toilettenpapier entsorgt wird.
  • Wasser: Besonders in Palästina und Jordanien ist Wasser rar. Geht daher sorgsam damit um.