Bei der Finanzierung ist es immer sinnvoll, nach Unterstützungsmöglichkeiten zu suchen. Im Zweifel ermöglicht das einem größeren Personenkreis der Pfadfinder/innen die Teilnahme bzw. das Programm kann erweitert werden. Allein damit lohnt es sich schon, sich um eine Finanzierung zu kümmern.

Nicht zu unterschätzen sind dabei schon bestehende Partnerschaften und Kontakte: Kreis- und Städtepartnerschaften, Geschäftsbeziehungen (durch ortsansässige Firmen) oder persönliche Kontakte, Partnerschaften der Kirchengemeinde oder des Bistums etc..

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, wie Ihr Eure Begegnung finanziell fördern könnt:

  1. durch Eigeninitiative
  2. durch eine private Förderung
  3. durch eine öffentliche Förderung

1. Eigeninitiative

Seid mutig und probiert alles aus, um die Kosten Eure Begegnung zu senken. Was kann das sein?

Fundraising

Flohmärkte, Kinderbetreuung bei Festen, Kuchenverkauf, … der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Überlegt Euch, was Ihr Spannendes, Attraktives anbieten, verkaufen könnt oder wie Ihr die Spendentätigkeit ankurbeln könnt.

Sponsoring

Ihr könnt Firmen oder Banken in Eurer Nähe anfragen, ob sie Euch unterstützen möchten. Meist ist dies an eine Gegenleistung gekoppelt. Also z.B., dass Ihr hinterher in der Berichterstattung Euren Förderer erwähnt oder sein Logo während der Aktion mit Euch rumtragt. Dann stellt sich die Frage, passt der Förderer zu unserem Träger und zu unserem Vorhaben?

Aber vielleicht habt Ihr ja auch schon in Eurem Ort/Eurer Stadt einen Sponsor, der Euch regelmäßig unterstützt, weil dort Elternteile von Euch arbeiten, fragt doch einfach.

Crowdfunding

Eine weitere Option könnte eine Crowdfunding-Kampagne im Web sein. Ihr versucht andere Menschen davon zu überzeugen, Euch für Eure Begegnung Geld zu spenden. Ihr könntet als Dankeschön zum Beispiel das Versenden einer Postkarte anbieten.

Es ist ein großes Plus, wenn Ihr selbst die Initiative ergreift: Ihr betreibt Öffentlichkeitsarbeit für Euch und für Euren Stamm!

2. Private Förderung

Kirche

Wie sieht es mit Eurer Kirchengemeinde aus? Habt Ihr hier schon um Unterstützung gebeten? Viele Kirchengemeinderäte helfen und unterstützen gerne! Kleiner Tipp: Wenn der Kirchen-/Pfarrgemeinderat frühzeitig Bescheid weiß, sprich Euer Vorhaben einen Platz im finanziellen Haushaltsplan der Kirche bekommen hat, könnt Ihr evtl. auf mehr Unterstützung hoffen, als bei einer kurzfristigen Anfrage. Deshalb: Stellt am besten rechtzeitig einen Antrag. Klar, Pfadis planen etwas kurzfristig und wissen oft noch nicht, was sie nächsten Sommer oder übernächsten Sommer machen, aber auch hierfür kann man mal vorsorglich immer fleißig Anträge einreichen, damit zumindest mal Geld eingeplant ist. Und für die Begründungen der Anträge: Ihr baut Partnerschaften im Heiligen Land auf! Das könnte auch für die Kirchengemeinde interessant sein.

Weiterhin gibt es noch die Möglichkeit, sich (von katholischer Seite) über die Solidaritätsaktion Renovabis fördern zu lassen. In Kooperation mit der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) bietet sie das Förderprogramm GoEast für europäische Jugendbegegnungen an. Hier müsst Ihr allerdings die Formblätter und Antragsfristen etc. beachten. Seht dazu auch die Punkte Stiftungen und Öffentliche Förderungen.

Stiftungen

Neben der Kirche gibt es auch einige Stiftungen, die verschiedene Projekte und Begegnungen fördern.

Zentrale Datenbank für Stiftungen: Stiftungssuche

3. Öffentliche Förderung

Faustregeln:

  • Wer nur örtlich oder regional aktiv ist (und das sind nun mal einzelne Gruppen), wendet sich auch an die für internationale Jugendarbeit zuständige Fachstelle der Kommune (zum Beispiel Kreis- oder Stadtjugendämter).
  • Überregional agierende (Bezirke/Diözesen) an das jeweilige Landesjugendamt ihres Bundeslands
  • Und der bundesweite Verband an das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Kinder- und Jugendplan des Bundes).

Bei Zuschüssen aus offiziellen Fördertöpfen gibt es einige Punkte zu beachten, z.B. findet die Begegnung im Ausland oder in Deutschland statt, inhaltliches Programm, Fristen (!),… 
Daher gilt: Plant genügend Vorlauf (bei einigen Anträgen mindestens ein Jahr!) und auch Nachbereitungszeit mit ein.