Vom Netzwerken in den Libanon

Wir als SG Nahost haben uns vor einiger Zeit in den Kopf gesetzt, dass wir gerne unsere Kontakte in den Nahen Osten durch den Libanon erweitern würden. Warum? Warum nicht! 2019 waren wir so begeistert davon Pfadfinder*innen aus Jordanien bei PiW dabei zu haben, dass wir für 2020 Pfadfinder*innen aus dem Libanon eingeladen haben. Nunja, Corona hat uns da leider einen Strich durch die Rechnung gemacht und so gibt es in diesem Jahr keine Gäste und auch leider auch nicht das Nationalgericht Kibbeh.

Aber viel spannender ist doch die Frage: Wie genau knüpft man den Kontakt in ein anderes Land zu Menschen, die man nicht kennt? Zunächst einmal haben wir unseren IC Stefan Fett gefragt, ob es bereits Kontakte dorthin gibt. Und die gibt es tatsächlich! Ich erhielt ziemlich schnell eine E-Mail Adresse. Als hab ich mich in einer Mail vorgestellt und, dass ich jemanden suche, der Lust auf gemeinsame Projekte und Lager hat. Außerdem habe ich ein bisschen von vergangen Projekten und anstehenden Lagern mit internationalen Gästen erzählt. Eine Antwort bekam ich schnell: Marya, eine junge libanesische Pfadfinderin schrieb mir, dass sie Interesse hat. Und so begann unser Austausch.

Bei unseren Mails wurde uns schnell klar, dass ein Video-Telefonat viel einfacher und direkter ist. „Oh, mein Gott!“ denken jetzt sicherlich einige. Was soll man da sagen? Wie beginnt man das Ganze? Und was ist, wenn man nicht weiß, was man sagen soll? – Ehrlich gesagt habe ich durch meine früheren Erfahrungen mit Pfadfinder*innen aus anderen Ländern gelernt: Als Pfadfinder*in hat man sich immer was zu erzählen! Und so war es auch mit Marya aus dem Libanon. Nachdem wir uns ausführlich vorgestellt haben und was unsere Aufgaben in unseren Verbänden sind, quasselten wir munter drauf los. Wir sprachen über ein Lager, welches sie mit verschiedenen Nachbarländern für den Herbst geplant haben mit 2000 Pfadfinder*innen. Und auch über Pfingsten in Westernohe und, dass wir uns freuen würden sie dort zu begrüßen und kennenzulernen. Auch haben wir über unsere Familien, frühere Auslandsreisen mit den Pfadfindern und das Wetter geredet. – Wie ihr also seht, hat man als Pfadfinder*in sich immer was zu erzählen! Nach dem Telefonat folgte noch weitere und viele E-Mails. Die „Pfadfinderbande“ sind geknüpft.

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